Kurz gesagt
Der Samenkern des Muskatbaums, frisch gerieben am aromatischsten.
- Art
- Gewürz
- Herkunft
- Banda-Inseln, Grenada
- Aroma
- warm, süßlich-holzig
- Verwendung
- Kartoffelpüree, Béchamel, Spinat, Gebäck
Die Muskatnuss ist der getrocknete Samenkern des Muskatbaums. Frisch über eine Muskatreibe gerieben ist sie unvergleichlich aromatischer als das schnell verfliegende Pulver. Sie passt zu Kartoffel-, Käse- und Spinatgerichten sowie in Gebäck. Wichtig: In sehr großen Mengen ist Muskatnuss giftig, in Küchendosierung aber völlig unbedenklich.
Botanik und Geschichte
Der Muskatbaum, Myristica fragrans, stammt von den Banda-Inseln in den indonesischen Molukken. Seine Frucht ähnelt einer Aprikose. Im Inneren sitzt der Samen, umhüllt von einem leuchtend roten Samenmantel, der getrocknet als Macis oder Muskatblüte ein eigenes, milderes Gewürz ist. Jahrhundertelang war Muskat eines der teuersten Gewürze der Welt. Die niederländische Ostindien-Kompanie verteidigte ihr Monopol mit Gewalt. Im 17. Jahrhundert tauschten die Niederlande sogar die winzige Muskatinsel Run gegen die englischen Ansprüche auf Manhattan. Heute kommt Muskat vor allem aus Indonesien und von der Karibikinsel Grenada. Wer festliche Menüs mit Muskat plant, findet auf Ideen zur Hochzeitsfeier Anregungen zur Gestaltung solcher Anlässe.
Qualität erkennen
Ganze Nüsse werden nach Größe sortiert. Angaben wie 60/65 oder 80/85 nennen die Stückzahl pro englischem Pfund: Je kleiner die Zahl, desto größer die Nüsse. Gute Nüsse sind schwer, fest und ohne Löcher. Ein weißlicher Belag ist kein Schimmel, sondern stammt vom traditionellen Kalken zum Schutz vor Insekten. Im Anschnitt zeigt eine gute Nuss eine deutliche braune Marmorierung.
Verwendung
Muskat gehört in Kartoffelpüree, Béchamel, Spinat, Rosenkohl, Blumenkohl, Käsefondue und in Gebäck wie Lebkuchen. Das Aroma ist flüchtig, deshalb wird erst am Ende der Garzeit und immer frisch gerieben. Dafür eignet sich eine feine Reibe oder eine Muskatmühle, die die Finger schont und die Nuss bis zum Rest verbraucht.
Dosierung und Sicherheit
Eine Prise genügt. Muskat enthält unter anderem Myristicin. In Küchenmengen ist das unbedenklich, ab etwa fünf Gramm, also ungefähr einer ganzen Nuss auf einmal, können jedoch Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Herzrasen und Benommenheit auftreten. Ganze Nüsse gehören deshalb außer Reichweite von Kindern.
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Häufige Fragen
Wofür wird Muskatnuss verwendet?
Typisch: Kartoffelpüree, Béchamel, Spinat, Gebäck.
Woher stammt Muskatnuss?
Herkunft: Banda-Inseln, Grenada.
Wie schmeckt Muskatnuss?
Das Aroma ist warm, süßlich-holzig.
Was ist der Unterschied zwischen Muskatnuss und Macis?
Die Muskatnuss ist der Samenkern, Macis der getrocknete rote Samenmantel. Macis schmeckt ähnlich, aber feiner und etwas blumiger.



